4. bis 7. Oktober 2018

2. Mundartfestival Arosa

Vorschau 2018

Am Wochenende vom 4. bis 7. Oktober 2018 will das zweite Mundartfestival Arosa die Mundart in all ihren Facetten feiern. Stargast ist mit einem grossen Konzert am 6. Oktober die Künstlerin Steff la Cheffe. Die 31-jährige Bernerin ist nach fünfjähriger Pause mit ihrem neuen Album «Härz Schritt Macherin» in aller Munde und hat damit auf Anhieb die Spitze der Charts erklommen. Ein Meisterwerk, wie es die Schweizer Popmusik kaum je gehört hat.

Vorverkauf

Der Vorverkauf hat bereits gestartet. Die Tickets können bei Arosa Tourismus an der Gästeinformation (T +41 81 378 70 20) oder direkt online über Ticketcorner erworben werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Arosa!

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Programm 2018

Entdecken sie alle Facetten der Mundart und geniessen Sie ein abwechslungsreiches Programm in Arosa.
Änderungen vorbehalten.

Tag Zeit  Location Künstler Programm Preis

Donnerstag,
04. Oktober 2018

20.00 Uhr Hotel Chur

Silvia Tschui, Benedikt Lachenmeier Mario Pacchioli, Nyna Dubois und weitere
Moderation Monika Schärer

Kurzprogramm "Heimat und Heimlifeiss" 

anschliessend Gespräche und Lieder, ab 21.03 Uhr live auf Radio SRF1, „Schnabelweid“

kostenlos
  20.00 Uhr Kulturhuus Schanfigg Leonie Barandun-Alig, Walter Däpp und Paul Steinmann "Morgegschichte" CHF 15.-

Freitag,
5. Oktober 2018

14.00-16.00 Uhr

Kursaal - Dampfbar

 

 

 Thomas C. Breuer, Sieglinde Geisel, Fussball-Weltmeister Guido Buchwald, Moderation Bänz Friedli

Gästetalk: "Die Schwaben und wir" anschliessend Kabarettaufführung: "Wir Schwoben und die Schweiz" mit Thomas C. Breuer

CHF 30.-

  17.00 Uhr Valsana - Ideen-Werkstatt Sandra Künzi „Umefigureetlä“ CHF 30.-
  20.00 Uhr Kursaal - KLUB Dachs, Papst & Abstinenzler Doppelkonzert CHF 30.-
  22.30 Uhr  Kursaal - Dampfbar Diverse Künstler Late Night - Best of Mundartfestival 2018  CHF 30.-
Samstag,
6. Oktober 2018
11.00 Uhr Valsana - Ideen-Werkstatt Leonie Barandun-Alig, Walter Däpp und Paul Steinmann "Morgegschichte" CHF 15.-
  15.00 Uhr Kursaal - Dampfbar Silvia Tschui, Benedikt Lachenmeier "Jakobs Ross" CHF 30.-
  17.00 Uhr Bergkirchli Arosa Dänu Siegrist Konzert CHF 30.-
  20.00 Uhr Kursaal - Dampfbar Dachs, "Odi" Odermatt, Dänu Siegrist, Markus Schönholzer  Talk: "Emanzipation im Mundartpop" kostenlos
  21.00 Uhr Kursaal - KLUB Steff la Cheffe und Band Konzert CHF 30.-
Sonntag,
7. Oktober 2018
10.30 Uhr Panoramarestaurant Weisshorngipfel Andrea Zogg, Nyna Dubois Tierische Geschichten und Lieder CHF 30.-
  14.00 Uhr Kursaal - Dampfbar Schönholzer & Rüdisüli Konzert CHF 30.-
  15.30 Uhr Kursaal - Dampfbar Knackeboul mit Hannes Hug Talk und Freestyle Rap CHF 30.-

 

Künstler

Werfen Sie einen Blick auf die eingeladenen Künstler im Herbst 2018.

Literatur | Die vielseitige Zürcher Schriftstellerin Silvia Tschui, die auch Animationsfilmerin, Grafikerin und Journalistin ist, hat für ihr fulminantes Romandebüt «Jakobs Ross» eine ureigene dialektale Kunstsprache erfunden: Schriftdeutsch voller mündlicher Helvetismen. Die NZZ schrieb von «magischem Realismus». Neben der musikalischen Lesung aus «Jakobs Ross» zeigt Tschui am Mundartfestival zusammen mit dem Musiker Benedikt Lachenmeier auch das Programm «Heimat & Heimlifeiss», in dem sie bekannte Schweizer Lieder fortdichtet, um- und neu deutet und damit eine Geschichte über das hochaktuelle Thema Flucht erzählt. (politische Parodie).

Musik | Der Bündner Musiker und Schauspieler Mario Pacchioli stammt aus einer Künstlerfamilie. Als Sänger, Multiinstrumentalist und Komponist ist er in klassischer Musik genauso versiert wie im Pop. Pacchioli lebt in Paris und trat schon in über fünfzehn Ländern auf. Grosse Beachtung fand sein jüngstes Projekt «Remas», in dem er gemeinsam mit der Kammerphilharmonie Graubünden und dem Chor «La Chanson de Fribourg» rätoromanische Gedichttexte aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert aufführte und neu interpretierte.

Spoken Word | Die Slam-Poetry-Pionierin Sandra Künzi lebt in Bern. Sie ist eine der wuchtigsten Spoken-Word-Künstlerinnen des Landes, parodiert und provoziert gern, ist musikalisch versiert und pendelt spielerisch zwischen «Zürischnörre» und Bärndütsch.

Rap/Pop | Die 31-jährige Bernerin Steff la Cheffe hat 2018 mit «Härz Schritt Macherin» ein bewegendes Werk abgeliefert, das «bemerkenswerteste Album, das je eine Schweizerin aufgenommen hat», wie die «NZZ am Sonntag» befand. Sie lotet darauf alle Stimmungslagen einer Liebe von erstem Prickeln bis zum verklingenden Trennungsschmerz aus und liefert ein starkes, feministisches Statement einer jungen Schweizerin ab.

Liedermacher | Niemand besingt das menschliche Scheitern so heiter, wie der Songwriter Markus Schönholzer. Ob er dabei die Heimat, die Liebe, seine Phobien oder die Vorzüge des Jammerns umkreist, immer huscht ein Lächeln durch seine Lieder. Im Windschatten seiner Kompositionstätigkeit für Theater-, Musical- und Comedyproduktionen (unter anderen für Ursus & Nadeschkin und Acapickels) wurde Schönholzer zu einer gewichtigen Stimme der hiesigen Liedermacherszene. Dass der 75-jährige Robi Rüdisüli im aktuellen Programm an seiner Seite sitzt und mit Wagnertuba und Handorgel wundersame Melodiefäden durch seine Lieder zieht, ist ein wahres Geschenk. 

Literatur | Paul Steinmann, geboren 1956 in Villmergen, schreibt und inszeniert für Theater und Film, für Laien und Profibühnen, für Kabarett und freie Truppen, fürs Jugendtheater wie für grosse städtische Bühnen. Radiohörerinnen und -hörer kennen ihn von seinen einfühlsam träfen «Morgegschichte» auf SRF1. Vor lauter Arbeiten für andere ist Steinmann als Autor seiner eigenen Texte, die er mit souverän-sympathischem Witz vorträgt, noch viel zu wenig bekannt.

Rap/Beatboxing/Satire | Der 36-jährige Langenthaler Knackeboul, der einen Grossteil seiner Kindheit in Portugal verbrachte, ist ein Alleskönner. Als TV-Moderator spontan und offen, als Komödiant lustiger als alle Comedians, als Rapper böser und gewiefter als das Gros der Mitbewerber und als Aktivist stets mit ganzem Herzen bei der Sache. Als hätte er 2016 mit «Knacktracks» nicht bereits einen Meilenstein im Schweizer Hip Hop gesetzt, schüttelt er 2018 mit «Asimetrie» ein neues Meisterwerk aus dem Ärmel. Seine Freestyle-Einlagen sind legendär und suchen europaweit ihresgleichen.

Literatur | In Bern ist Walter Däpp, geboren 1946, eine Reporterlegende. Jahrzehntelang begleitete und prägte er als Schreiber des «Bund» die Berner Gesellschaft, stets mit wachem Blick und Mitgefühl für Aussenseiter und Andersdenkende. Besonders seit seiner Pensionierung widmet er sich dem literarischen Schaffen in Mundart. 2017 wurde sein viertes Buch «Langsam pressiere» mit präzise beobachteten Situationen und gescheiten Gedanken zum Zusammenleben von uns Menschen ein Bestseller.

Electro-Pop | Dachs aus St. Gallen sind die Pop-Entdeckung des Jahres 2018 in der Schweiz. Auf ihrem Debüt «Immer schö lächlä» beweisen Basil Kehl und Lukas Senn, dass man der vermeintlichen Berner Übermacht im Mundartpop durchaus einen eigenen Tonfall entgegenhalten kann. Ihre Popsongs im St. Galler Dialekt porträtieren das Lebensgefühl einer Generation an der Kippe von jugendlichem Übermut und erwachsener Nachdenklichkeit. Ein Sound, wie ihn die Schweiz nie gehört hat.

Literatur | Leonie Barandun-Alig, die im Walser Dialekt aus der Region Obersaxen schreibt, war die eigentliche Entdeckung des erstes Mundartfestivals. Als sie an einem Diskussionsabend eine ihrer Dialekt-Kolumnen aus der «Südostschweiz» vorlas, wurde es mäuschenstill im Saal. Die Organisatoren haben deshalb beschlossen, Leonie Barandun-Alig 2018 erneut einzuladen, diesmal als Künstlerin, denn sie ist ein literarisches Naturtalent mit grosser Gabe, ihre Geschichten fesselnd vorzutragen.

Väärs/Satire | Jahr für Jahr steuert «Spitzbueb» die politisch schärfsten, klangmalerisch schönsten und witzig-frechsten «Väärs» zur Basler Fasnacht bei. Kaum einer beherrscht die Kunst der Verknappung und der liebevollen Provokation wie er. So, wie er die Schnitzelbank beherrscht, ist sie eine rare, hochwertige und eigenständige Kunstform. «Spitzbueb» wird mit seinen Interventionen das ganze Festival bereichern und mit Fastnachts-«Väärs» zur vermeintlichen Unzeit zur fröhlichen Verunsicherung beitragen.

Mundartrock/Liedermacherei | Dänu Siegrist wurde 1954 in Bern geboren, lebt aber seit Jahrzehnten in Basel. Er war an vorderster Front dabei, als vor über 40 Jahren der Mundartrock erfunden wurde, war als Gitarrist und Sänger bei «Span» und später bei «Polos SchmetterDing» ein Mann der ersten Stunde. Mit «Chansons Urban» hat Dänu Siegrist ein spätes Soloalbum vorgelegt, das zum Schönsten und Berührendsten gehört, das die Mundartmusik je gehört hat. Als Zeitzeuge und Künstler wird er das Festival bereichern.

Kabarett | Thomas C. Breuer, 65, kennt die Schweiz wie kein anderer deutscher Humorist. In seinen Büchern und Bühnenprogrammen hat sich der Schriftsteller und Satiriker immer wieder mit der Schweiz beschäftigt. Am Mundartfestival diskutiert er, welches Verhältnis «Die Schwaben und wir» zueinander pflegen, und zeigt danach ein eigens erarbeitetes Soloprogramm, «Wir ‹Schwoben› und die Schweizer» : Von aussen wirft Breuer einen Blick auf unser Land, unbestechlich, aber liebevoll. Das Verhältnis der Schweiz und des «Grossen Kantons» sowie sprachliche Marotten und Besonderheiten erörtert Breuer am Mundartfestival mit der in Berlin lebenden Zürcher Essayistin, Rezensentin und Linguistin Sieglinde Geisel sowie dem schwäbischen Fussball-Weltmeister Guido Buchwald.

Rock | Es brauchte seine Zeit, bis sich auch Schaffhauser getrauten, so zu singen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Lange Jahre hatte das Berndeutsche im Mundartpop eine unangefochtene Vorreiterrolle. Die Schaffhauser Papst & Abstinenzler gehören mit ihrem abgründig-hintersinnigen Songs zu den Pionieren der Ostschweizer Emanzipation. Jürg «Odi» Odermatt wird an einem Podiumsgespräch über die Emanzipation der Nichtberner teilnehmen.

Geschichten/Spoken Word/Soul | Eigens fürs zweite Mundartfestival erarbeiten der Bündner Schauspieler Andrea Zogg und die aus Chur stammende Mundartsängerin Nyna Dubois ein Programm, das sich mit Oral History und Erzählkultur in Graubünden auseinandersetzt. «Wie der Bär nach Arosa kam» erzählt tierische Geschichten in verschiedene Dialekten mit einem Zwinkern – und mit unwiderstehlicher Bühnenpräsenz.

Moderation | Die Aargauer TV- und Radiomoderatorin, Dokfilmerin und Filmproduzentin Monika Schärer lebt und arbeitet in Johannesburg und Zürich. Sie führt durch den Eröffnungsabend des Festivals zum Thema «Welche Heimat besingen wir?» Verschiedenste weitere Aufgaben als Moderator und Talkmaster wird in Arosa Hannes Hug übernehmen. Der Sprachgewandte aus Herzogenbuchsee BE erfand in den 1990er-Jahren mit dem Format «Zebra» für die Schweiz gleichsam das Fernsehen neu, ist seither als Moderator, Kulturvermittler und Filmemacher vielseitig tätig.

An Diskussionsrunden werden der künstlerische Leiter des Festivals, der Kabarettist und Autor Bänz Friedli, sowie der Dialektologe Markus Gasser von der Sendung «Schnabelweid», Radio SRF1, teilnehmen.

Hotelangebote in Arosa

Arosa bietet über 3500 Hotelbetten und zusätzlich rund 2800 Betten in Ferienwohnungen. Das vielfältige Angebot beinhaltet von einfachen Gruppenunterkünften über gemütliche Appartments bis hin zu luxuriösen Suiten alles, was für den individuellen Ferien- oder Kurz-Aufenthalt notwendig ist.

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